Ledercover für Rollenspielbücher

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Ledercover für Rollenspielbücher.

Nach einer kleinen Pause melde ich mich zurück mit einem handgemachten Ledercover im DINA4 Format. Das Ledercover ist etwas für echte Rollenspielkenner! Ich habe das Ledercover speziell für mein Exemplar der Quanionsqueste aus dem Das Schwarze Auge (DSA) Universum angefertigt. Ich wollte etwas haben, was mir den Abenteuerband ansprechend verpackt – wenn ich ihn denn schon meistern muss. 😉 Und für alle die sich damit gar nicht auskennen: Der punzierte Schriftzug und das zugehörige Symbol beziehen sich auf eine zentrale (Sonnen-) Gottheit im DSA-Universum und der Abenteuerband handelt von einer Queste, die sich um diese Gottheit dreht. Ein tolles Abenteuer im Übrigen!

Nun aber zum Handwerk…

Der Ledereinband besteht aus 1.8 mm Kuhleder (aus einer deutschen Gerberei. Das ist mir wichtig!), wurde handgefärbt (rot) und mit einem Tan-Finish abgerieben, um es etwas älter aussehen zu lassen. Ein solches Finish setzt sich in die natürliche Narbung des Leders und tönt gleichzeitig die Hauptfarbe etwas ab. Außerdem setzt es sich in die punzierten Vertiefungen, so dass sich damit auch schöne Farbeffekte erzeugen lassen.

Die Punzierarbeiten habe ich mit einem Papiermuster vorher auf das feuchte Leder gebracht, mit einem Swivel-Knife nachgezogen und schließlich Punziert (Z-B197). Beim Logo habe ich darauf geachtet, es mit einem Shader (M885) zu umranden, so kommt es besser zur Geltung. Die goldene Farbe der Schrift und des Logos wird erst nach dem Färben des Leders aufgetragen. Es handelt sich um eine Acrylfarbe und nicht um eine Lederfarbe. Diese bildet eine Art Lackschicht, die sich durch starken Gebrauch abnutzen kann.

Interessant ist auch der Rücken des Ledercovers. Den Bereich habe ich freihändig mit dem Swivel-Knife vom Rest des Buchdeckels abgetrennt und durch einen Beveler (Z-B197) vertieft. Auf der Innenfläche habe ich zum ersten Mal ein Schlangenmuster ausprobiert, bei dem mit dem Punziereisen (D447S) gegenüber versetzt gearbeitet wird. Entlang des Grates bleibt die gerade Linie dann auch gut erhalten und das Schlangenmuster lässt sich gut herausarbeiten. In der Mitte ist ein Tri-Weave Korbmuster (X503S) gesetzt.

Die Innenseiten sind passend vernäht und nicht zu breit gewählt, damit die harten Pappdeckel des Buches noch gut hineinpassen. Einzig auf dem hinteren Innenstück habe ich noch eine weitere Lederklappe angenäht, damit dort Karten, Ausdrucke usw. untergebracht werden können. Die Innenseite des Ledercovers ist – passend – mit rotem Samtstoff verkleidet. Das zusätzliche Lesezeichen ist unter dem Samtstoff befestigt und ist bei einem umfangreichen Buch eine enorme Lesehilfe.

Die Kanten des Ledercovers sind gefinished und mit schwarzem Edge Kote versiegelt. Um die Ecken sind Buchecken aus Messing geschlagen. So ist der Einband sehr robust gestaltet und einem Folianten im Sinne Praios mehr als würdig.

Ich hoffe, das Ledercover gefällt euch! Ist halt was für Kenner… 🙂

Viele Grüße
Steven

10 Antworten

  1. […] vom Lederlabor stellt ein handgefertigtes Ledercover im Stil von Praios vor. Deutsches Kuhleder, roter Samt und Buchecken aus Messing – insgesamt sieht der Einband […]

  2. Ich würds gerne kaufen! Ist ja wohl mega geil^^

  3. Auch haben will ...

    Kurz und knackig:

    RESPEKT !!!

  4. Schaut super aus!!!
    Hätte ich auch gerne.

  5. ashies_deeper

    Da stimme ich meinen Vorrednern zu… könnte man das auch bekommen?

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