Armschutz (Steampunk)

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Steampunk – Armschutz (Bracer).

Es ist Zeit für ein weiteres Experiment in Richtung Steampunk – es sollte wieder einmal ein Leder-Armschutz (engl. Bracer) werden. Als kleine Besonderheit habe ich mich bei dieser Version des Armschutzes erstmals an die gleichzeitige Verarbeitung von Metallelementen gewagt. Hauptsächlich bestehen diese aus einer aus drei alten Patronenhülsen zusammengebauten „Kanone“, die mit einem Messingblech auf dem Arm befestigt wird sowie Verzierungen an den Seiten des Armschutzes(dicke Möbel-Ziernägel, deren Schaft ich absägen musste, damit sie nicht nach innen pieksen). Hinter der Kanone befindet sich noch ein Anschluss, der unter der oberen Abdeckung des Lederarmschutzes verschwindet, so dass die Kanone nicht frei auf dem Leder steht, sondern eine „Energieanbindung“ erhält. Hier könnte z.B. noch ein Schlauch befestigt werden. Es muss ja immer alles schön logisch bleiben … 🙂

Ich hatte dann noch ein Schmuckstück aus einer Sammlung übrig, das ich dann auf dem Handrücken angebracht habe (dieses Tropfen-Flügel-Ding). Ich finde, es macht sich da ganz ausgezeichnet und hat ein bisschen was von Luftschiff- und Fliegereisymbolik. Passt!
Der Handrückenschutz wurde an meine Knöchel angepasst (nassgeformt) und passt ebenfalls sehr gut. Hier könnten auch noch die Finger in Form einzelner (beweglicher) Ledersegmente geschützt werden aber da mir damals kein passendes Leder zur Verfügung stand, habe ich das auf spätere Projekte verschoben.
Der Armschutz lässt sich bequem über das Laschensystem anlegen und festziehen. Der Handschutz verfügt im unteren Bereich über einen Lederriemen, durch den die Hand geführt werden kann. So sitzt auch der Handschutz fest, bleibt aber mit der Hand darin stets frei und beweglich.

Bei den Farben habe ich mich als Hauptton für rot entschieden und die Ränder mit einer Airbrush leicht abgedunkelt (schwarz). Farbtechnisch soll dies zu meinem Monokel passen, das ihr hier findet.
Zwar sieht der Armschutz noch etwas zu neu aus für Steampunk aber durch die farbliche Hervorhebung der Ränder wirkt er dennoch recht plastisch. Die Oberflächen habe ich wieder mit einem Antik-Finish (dunkelbraun) und Carnauba Creme gefinished. Das arbeitet noch einmal die Strukturen des Leders heraus und gibt einen abgedunkelten Rotton, der nicht ganz so grell ist.

Mein Fazit zu den Metallteilen: Es ist schwieriger als ich dachte. Vor allem, wenn man nicht das passende Werkzeug hat, um die Metallteile anzupassen oder miteinander zu befestigen. Das ist also etwas, was mich noch ein wenig mehr beschäftigen wird, wenn ich weiterhin Steampunk Sachen herstellen möchte. Da lernt man ganz neue Sachen, z.B. wie schwierig es ist, ein dünnes Blech gerade auszuschneiden, die Kanten abzurunden, es zu befestigen und und und…

Eine Sache noch: Aufgepasst mit der Carnauba Creme! Im ersten Bild (oben) sehr ihr am ersten Messingnagel einen dunklen Fleck. Hier habe ich (natürlich am Ende der Arbeiten) nicht aufgepasst und die Creme direkt auf das Leder gegeben. Das gibt Flecken! Also nicht nachmachen. Die Creme Immer erst auf einen Lappen geben und dann sorgfältig und gleichmäßig verreiben.

Viele Grüße

Steven

 

 

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