Die Maske des Meisters – eine Lederstudie

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Die Maske des Meisters.

Die Maske des Meisters war, laut Wiki-Aventurica-Eintrag, …

ein Spielzubehör, das der Box „Die Werkzeuge des Meisters“, einer Erweiterungsbox zu DSA1, beilag.

Das war sicherlich einmal nett gemeint, aber aus heutiger Sicht wirkt das doch eher lustig. Die Vorstellung, dass mir der Spielleiter mit dieser Maske auf dem Gesicht gegenüber sitzt, lässt mich doch leicht schmunzeln. Aber! Irgendwie sind solche Sachen ja Kult und wir Rollenspieler sollten uns immer an sie erinnern! Sie sind Teil der Identität des Genres, genauso wie Würfelsäcke mit exotischem Inhalt (und Krümeln…), Cthulhu-T-Shirts oder das seltsame Gefühl der Einigkeit, das alle Fans von Star Wars in einem Raum erfasst, sobald die Titelmelodie erklingt.

Außerdem erinnert mich die Maske des Meisters sehr an die Triopta myranischer Optimaten. Sie tragen das Ea’Myr, das „dritte Auge“, auf der Stirn (-Maske) und können darin einen erheblichen Teil ihrer arkanen Macht speichern und fokussieren. Doch nicht jeder Optimat ist noch im Besitz eines solchen Ea’Myrs, daher gaukeln die meisten Optimaten das Dritte Auge nur als Statussymbol vor.

In Aventurien ist das Ea’Myr als „Ucuri-Funke“ bekannt und ist eng mit der Geschichte der Horas-Kaiser verflochten. Angeblich ist das Ea’Myr ein Geschenk Praios an Horas und damit an die Erben der Horas-Kaiser. Was diese damit in den Dunklen Zeiten anzustellen vermochten, kann ich gerade nur vermuten… Weil wir aber nur gutes vermuten wollen, habe ich die Maske des Meisters mal auf das Praios-Ledercover aus dem Lederlabor gelegt. Vielleicht helfen die positiven Energien… und Licht … und so…

 

Eine Lederstudie

Meine Neugierde war geweckt. Lässt sich so eine Maske auch aus Leder anfertigen? Die Maske hat ja eine relativ schlichte Form und lässt sich dadurch auch recht einfach (mit dem richtigen Werkzeug: Halbmond) aus dem Leder schneiden. Gesagt – getan. Am schlimmsten sind dabei natürlich die Augen der Maske. Dabei darf man sich nicht vertun, denn ein Schnitt in das Seitenleder ruiniert das Stück. Aber zum Glück ist nichts passiert. Natürlich kann man das auch mit spitzeren und kleineren Messern machen. 😉

Nun noch die Augenpartien (die Lider) und den oberen Außenbereich der Maske des Meisters durch einen Nahtversenker ausdünnen. Diese kleinen Grate verleihen den Augen und den anderen Partien etwas mehr Fülle. Aber, dazu sollte man vielleicht noch anmerken, dass man sich auch hierbei sehr leicht vertun kann. Und so ein schiefer Grat sieht dann doch etwas blöd aus…

Schließlich musste die Maske noch Nassgeformt werden. Dazu das Lederstück einfach in Wasser eintauchen – muss kein heißes sein – und so lange aufs eigene Gesicht (*grusel*) oder eine andere Form drücken, bis das Leder aushärtet (trocknet) und beginnt die Form beizubehalten. Die Details, wie die gerundeten Zacken am Außenrand usw., können im Anschluss mit den Fingern nachgeformt werden.

Am Ende wird gefärbt. Schwarz ist klar aber das wäre dann doch etwas minimalistisch. Eine gute Technik, um eintönige Sachen etwas aufzupeppen ist das Trockenbürsten. Dazu einfach ein wenig Acryl-Farbe auf einen Pinsel geben und sie wieder auf einem Tuch oder einer Pappe etc. abbürsten, bis fast nichts mehr davon am Pinsel ist. Dann mit dem fast trockenen Pinsel die gewünschten Teile der Maske des Meisters durch leichtes Bürsten hervorheben. Ruhig mehrfach versuchen, bis sich der gewünschte Effekt einstellt. So können gut metallische Effekte erzeugt werden.

Nun fehlt nur noch das Dritte Auge – da muss ich es wie der gewöhnliche Optimat machen: ich tue nur so als wäre da eines drin. 😉 Da es sich bei der Maske des Meisters um eine Studie handelt, will ich an dieser Stelle gerne darauf verzichten. Aber es hat Spaß gemacht, mal wieder etwas anderes auszuprobieren. Vielleicht gefällt euch ja diese kleine Erinnerung an alte DSA Zeiten?

Experiment erfolgreich?! 😉

Viele Grüße
Steven

 

 

 

 

 

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