Erstes Experiment: Leder-Werkzeugtasche

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Leder-Werkzeugtasche.

Vor einiger Zeit habe ich mich – bewaffnet mit Teppichmesser, einfachem Garn und zwei Ledernadeln aus einer nahen Lederwerkstatt – daran gemacht, mir eine kleine Tasche mit Lasche zu nähen. Natürlich noch ungefärbt, denn davon verstand ich weniger als gar nichts. Das Ergebnis sieht man auf den Fotos. Die Tasche sollte mein erstes Werkzeug beinhalten.Die Tasche ist irgendwann einmal nass geworden. Deswegen sind zahlreiche große und kleine Flecken auf ihr erkennbar.

Schwierigkeiten haben mir vor allem die runden Seitenteile gemacht. Die Dinger finde  ich selbst heute noch schwierig zu machen: Mehrere gleichgroße, runde/ovale Teile aus Leder zu schneiden ist ohne Hilfsmittel gar nicht so einfach. Meist gerät ein Teil größer als das andere oder wird leicht schräg oder oder oder… Wenn man das ignoriert, kann es beim Zusammennähen gerader Flächen zu einer verzerrten Gesamtform kommen. Ein ähnliches Problem ergibt sich ja auch bei Gürtelenden. Wenn man auf die entsprechenden Werkzeuge verzichten möchte, dann kann das einiges an Geschick verlangen, um gleichmäßige Rundungen hinzubekommen.

Da die Kanten bei diesem Experiment auch nicht ausgeschärft – d.h. angeschrägt – wurden, passen die Teile nicht richtig aufeinander und stehen teilweise über. Die Ecken sind auch noch nicht ge-„finished“ und die Nähte sind auch noch recht unsauber. Aber immerhin, meine erste Tasche aus vegetabil gegerbter (ca.) 2.4 mm Kuhhaut. Die Tasche dient mir heute noch als Werkzeugtasche für längliche, kleine Werkzeuge. An sowas hängt man…  🙂

Es hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht, sie herzustellen und in der Nachschau habe ich viel dabei gelernt.

Euer Steven

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