Zwei Holster aus Leder für die Beretta 92 FS (Airsoft Pistole)

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Zwei Holster aus Leder für die Beretta 92 FS (Airsoft Pistole)

Heute möchte ich zwei neue Holster aus Leder für die Beretta 92 FS (Airsoft) Pistole vorstellen. Mein erstes Holsterexperiment habe ich bereits in einem vorherigen Post vorgestellt und nun habe ich mir Gedanken zu zwei weiteren Designs gemacht. Beide  Modelle sollen am Gürtel getragen werden können.

Ich habe mich für auffallende Farben entschieden und gegen eine klassische braune Farbe. Nicht weil das besonders praktisch ist, sondern weil mir die hohen Kontraste gefallen. Es ist ja ein Experiment. Das grüne Holster habe ich als „quick draw“ Variante entworfen, d.h., die Pistole kann durch den geringeren Reibungswiderstand des Holsters schneller gezogen werden. Während „quick-draw“ Holster eher aus der Cowboy-Ausrüstung bekannt sind, müssen sie für nicht-Revolver anders gebaut werden. Auffallend ist dabei, dass oben und unten mehr von der Pistole zu sehen ist als bei anderen Varianten.

Ich habe beide Modelle nassgeformt. Dazu habe ich 2 mm Blankleder (Rind) verwendet. Anders als es oft zu sehen ist, nähe ich beide Hälften erst nach dem Nassformen zusammen. Dadurch bleibt die körperseitige Hälfte weitgehend gerade und wird nicht – wie die Außenseite – ausgebeult. Das ist deutlich besser für den Tragekomfort und ermöglicht eine optimale Befestigung am Gürtel. Die abstehenden Gürtelsegmente erlauben eine leichte Krümmung, die nicht durch eine Ausbeulung nach Innen behindert wird.

Handwerklich wäre es deutlich einfacher, zunächst beide Hälften zu vernähen und dann die Pistole zwischen die beiden Lederhälften zu zwängen, sie etwas zu formen und anschließend trocknen zu lassen. Diese Art von Holster wird „Pancake“ genannt, weil die Pistole wie zwischen zwei Pfannkuchenscheiben liegt. Das soll ein körpernahes Tragen im Rückenbereich ermöglichen und so die Waffe besser tarnen. Hierbei gibt es mehrere Varianten bei der Herstellung. Wird z.B. die Vorderseite größer als die Hinterseite gewählt, kommt dennoch eine Krümmung zustande und das Abformen der Waffe ist erheblich einfacher. Das erfordert dann allerdings außerordentlich exakte Modelle. Die einfachste Variante verwendet gleichgroße Teile auf beiden Seiten. Dann benötigt es allerdings genügend Spiel auf beiden Seiten der Pistole, damit die Höhe kompensiert werden kann.

Rotes Holster

Die Grundfarbe ist rot. Allerdings habe ich mich hier noch für ein kleines Airbrush-Experiment entschieden und die Ränder schwarz schattiert. Der hohe Kontrast dieser beiden Farbgebungen wird noch durch das weiße Garn unterstützt. Generell gefallen mir Sachen mit hohem Kontrast und 2-3 deutlichen Farben zunehmend besser.

Die Form habe ich vorab durch ein Papiermodell bestimmt und so auch den Sitz am Gürtel geprüft. Die Pistole hat durch die Wahl der Gürtellöcher eine leichte Neigung nach vorne, so dass sie leicht gezogen werden kann. Der Tragekomfort ist sehr hoch. Das Holster stört beim Tragen an der Seite kaum.

Das Holster schützt die Pistole fast im Ganzen. Der untere Teil ist offen, verdeckt aber die Mündung und schützt diese vor Beschädigungen und Kratzern usw. Auf einen zusätzlichen Riemen zur Fixierung der Pistole habe ich aus optischen Gründen verzichtet. Der Sitz der Waffe ist sehr fest und sie fällt auch umgedreht nicht heraus.

Grünes Holster

Um auch hier einen tollen Kontrast zu erhalten, habe ich roten Faden verwendet. Diese Farbkombination hat es mir irgendwie angetan. Wirklich toll! Die dritte Farbe findet sich hier im schwarzen Kantenfinish (Kote). Die Kanten sind abgerundet, geschliffen und poliert.

Damit dieses Holster als „Quick-Draw-Modell“ durchgeht, sollte es viel weniger umschließendes Leder enthalten als das rote. Nur der Mittelteil der Pistole wird abgedeckt und sowohl die Mündung als auch der hintere Verschlussteil ragt heraus. So lässt sich der Griff sehr viel leichter fassen und aus dem Holster ziehen. Am Anfang ist das meist etwas schwergängig aber mit der Zeit geht das immer einfacher.

Auch beim grünen Holster sind beide Gürtellöcher so angeordnet, dass die Pistole sich leicht nach vorne neigt. Anders als beim roten Holster sitzt die Pistole hier sehr viel höher und der Schwerpunkt liegt auf Höhe des Gürtels. All dies trägt zum schnelleren Ziehen bei.

Soweit mein neuestes Experiment zum Thema Pistolenholster. Gefallen euch die Holster oder habt ihr Ideen und Anregungen? Lasst es mich gerne wissen!

Bis zum nächsten Mal und viele Grüße
Steven

 

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