Gotongi Ledercover für Moleskine Notizbuch.

Gotongi Ledercover für Moleskine Notizbuch.

Der Gotongi ist schon ein toller Dämon! 😉 Aber wer oder was ist er eigentlich? Ein Gotongi (die Mehrzahl ist laut Wiki-AventuricaGotongui“) ist ein (niederes) dämonisches Wesen aus der Welt des Schwarzen Auges (DSA), der eigentlich nur eine Sache gut kann…“glotzen“. Naja, ein wenig mehr kann er schon aber im Vergleich zu anderen Wesen seiner Herkunft, sind seine Fähigkeiten doch eher bescheiden. Richtig eingesetzt sind sie aber sehr nützlich! Im Grunde ist Gotongi ein überaus stylisches Werkzeug für Beschwörer und hat definitiv Kultpotential.

Der Dämon besteht aus einem dicken fetten Auge und ein paar Flügeln. Damit ist er bestens ausgestattet, um für seinen Herrn (den Beschwörer) Informationen zu sammeln und Spionagedienste zu verrichten. Der Gotongi kann dabei verschiedene Dienste ausführen und z.B. ein Gebiet nach dem jeweiligen Desiderat absuchen. Nebenbei beherrscht er noch den ein oder anderen nützlichen Zauberspruch, wie z.B. den Bösen Blick. So kann er sich auch auf sehr interessanten Wegen seiner Haut erwehren.

Warum ist dieser Dämon so toll? Er ist schließlich keine Kampfmaschine! Genau hierin liegt sein Charme. Selbst wenn die Beschwörung misslingen sollte oder arg daneben geht, dann ist der Gotongi vom Beschwörer allein gut zu handhaben. Zur Not kann man sich ihn mit den restlich zur Verfügung stehenden Mitteln selbst vom Leibe halten. Das ist schon viel Wert im Umgang mit Viechern, die einem ansonsten mühelos das Fell über die Ohren ziehen können.

Der Gotongi ist damit nicht „optisch“ ein echter Favorit, er ist für Spieler auch noch nützlich. Manchmal sogar so nützlich, dass so mancher Spielleiter sich etwas überlegen muss, damit sein Abenteuerplot nicht Yaquir runter geht.

Unschön ist dann leider auch, dass Gotongi die meiste Zeit unsichtbar seiner Arbeit nachgeht. 😉

Bilder von ihm zu finden ist schwierig. Ich habe daher eine Abbildung aus dem Tractatus contra Daemones frei in Leder umgesetzt. Diese Darstellung passt am besten zu meiner Vorstellung vom Gotongi und ziert nun mein persönliches Moleskine Notizbuch (in etwa DIN A5 Format).

Gotongi im Handwerk

Nun zum Experiment: Der Ledereinband besteht aus 1.5-2.0mm Rindsleder und wurde per Hand mit schwarzer Lederfarbe eingefärbt. Er ist speziell für ein Moleskine-Notizbuch angefertigt. Der Gotongi selbst wurde auf einen extra Lederpatch punziert, indem zuvor die Form mit einem Swivel-Knife ins Leder geschnitten wurde.

Bei der Färbung des Gotongi wurde mit einer Resist-Technik gearbeitet. Die „Knochen“ der Figur und der Augapfel sowie alle Teile, die keine Farbe erhalten sollen, wurden dabei mit einer Art Klarlack bemalt. Nach dem Trocknen kann der Gotongi mit einem Highlighter abgerieben werden und nur die nicht lackierten Stellen färben sich hellbraun. Damit lassen sich erstaunliche Effekte erzielen.

Alle Kanten des Ledercovers sind abgerundet und mit Edge-Kote gefinisht. Für die Naht wurde roter Wachsfaden verwendet. Dieser passt sehr gut zur „Klauennarbe“ auf dem Ledercover. Diese Klauennarbe wurde ebenfalls punziert und mit roter Acrylfarbe ausgemalt. Ein kleines extra Gimmick, damit das Ledercover nicht nur schwarz ist.

Der Buchrücken weist die Lederlabor-üblichen fortlaufenden Punzierungen auf und wurde zudem mit roter Lederfarbe versehen. So wird das Gotongi-Ledercover von den Farben Rot und Schwarz beherrscht. Der Innenbereich ist mit rotem Panésamt ausgekleidet. Über die zwei Lederlaschen kann der Hardcovereinband des Moleskinebuches eingefügt werden. Die rechte Lasche hat einen Schlitz, damit das typische Gummiband des Moleskines auch nach dem Einlegen in das Ledercover weiter benutzt werden kann.

Was meint ihr? Experiment gelungen oder nicht? 😉

Viele Grüße
Steven

 

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