Lederhelm

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Lederhelm.

Okay, Zeit für ein etwas komplexeres Experiment: ein Lederhelm! Ich habe mittlerweile ein wenig herumexperimentiert: Das heißt vor allem Farben ausprobieren, Punzieren und Nähen üben, sowie ein klitzekleines Gefühl für das Material Leder entwickelt. Wichtig finde ich auch das Erstellen von (Papier-) Modellen – sonst kann es bei viel Verschnitt recht schnell sehr teuer werden. Es geht also in kleinen Schritten voran…

Mit „klein“ meine ich vor allem, dass mir noch immer viele handwerkliche Fehler unterlaufen aber was solls! Ich bin schon sehr begeistert, dass ich meine Ideen nach und nach umsetzen kann. Heute möchte ich daher ein Projekt vorstellen, bei dem ich alles was ich bisher so ausprobiert habe zur Anwendung gebracht habe: Einen Lederhelm!

Dazu habe ich mir zunächst Inspirationen aus dem Internet geholt. Das mache ich im Grunde ganz gerne. Man findet dort ja wunderbarste Sachen. Jedoch möchte ich keine Arbeiten kopieren. Für die Ideenfindung ist das aber nicht schlecht und selbst wenn man sich nah an einer fremden Idee bewegt, führt das Arbeiten meist zu einem anderen Ergebnis. Ich habe mich also für einen Helm inklusive Gesichtsmaske im „Kelten-Look“ entschieden (Grundfarbe „Light Brown“). Das wäre vielleicht sogar etwas für LARP-Spieler oder Reenactors usw.

Die Helmgrundform fand ich bei diesem Stück am Schwierigsten. Hierzu habe ich im Vorfeld zahlreiche Papiermodelle angefertigt, bis ich zufrieden war. Kompliziert ist es meiner Meinung auch, die richtige „Hutgröße“ zu finden. Einfach anfangen und zu hoffen, dass es schon passt, wird irgendwann sehr teuer. Leder ist nicht gerade günstig. Hier etwas Erfahrung zu gewinnen war gut. Ich habe für meinen Kopf herausgefunden, dass mein Kopfumfang + 5 cm das optimale Maß für mich ist. Durch Färben, Schneiden und Nähen verkleinert sich der Umfang auf eine nicht ganz planbare Weise. Im Vorfeld habe ich bereits ein Shako mit meinen exakten Kopfmaßen angefertigt. Das passte natürlich so gar nicht…

Das Grundmuster der Kopfschale besteht aus 4 „eiförmigen“ Lederstücken, die so zusammengenäht werden, dass sich das runde Helmmodell ergibt. Die mittlere Naht habe ich mit einem Lederstreifen abgedeckt, den ich Punziert und mit Goldrand bemalt habe. Über dem linken Auge habe ich noch ein keltisches Muster Punziert.

Die Maske habe ich mit Nassformen in Form gebracht. Einfach das Lederstück für 1 min in (warmes) Wasser tauchen und anschließend beim Trocknen mit den Fingern in die gewünschte Form modellieren. So ließ sich wunderbar das Nasenstück herausarbeiten und die Kanten der Maske an den Außenrändern meiner Gesichtsform anpassen.

Bevor ich die Maske schließlich mit dem oberen Teil des Helms vernäht habe, habe ich das Fell angeklebt. Hierzu habe ich ein Stück Kaninchenfell verwendet. Das haart ganz schön beim Schneiden (also draußen machen J). Das Fell sieht zwar von weitem ganz nett aus aber ich bin nicht so ganz zufrieden damit. Wenn man von oben darauf schaut, liegt es nicht direkt am Helm an. In diese Lücke könnte Wasser laufen und sich dort sammeln… Mal schauen, wie sich so etwas in Zukunft besser lösen lässt.

Die Ränder der Maske habe ich vor dem Zusammenbau mit einem Swivel-Knife nachgezogen und anschließend mit einem Beveler durch Punzieren hervorgehoben. Anschließend habe ich den Rand mit goldener Acrylfarbe bemalt.

Am Schlimmsten fand ich wirklich das Anfertigen der Kopfform. Bis das passt…ohje… 😀

Achja, der Helm passt super!

Viele Grüße

Steven

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