Ledermappe mit Shinxir Motiv für Rollenspieler im DIN A4 Format

Ledermappe mit Shinxir Motiv

Heute möchte ich eine handgefertigte Ledermappe als neues Experiment aus dem Lederlabor präsentieren. Die Ledermappe ist aus 1.5-2.0 mm Rindsleder gefertigt und gemäß Kundenwunsch mit Shinxir-Wappen auf einer Standarte gefertigt. Das Format wurde für DIN A4 Blätter entworfen, die in Folien untergebracht und mittels 4er Rundheftmechanik abgeheftet werden können.

Bei der Machart habe ich mich ein wenig an den bisherigen Buchcovern orientiert – dennoch weist die Ledermappe einige Besonderheiten auf. Gleich geblieben ist bisher die Verzierung des „Rückens“ mit einer fortlaufenden Punzierung. Das sieht recht nett aus, vor allem, wenn die punzierten Stellen nicht die Färbung annehmen. Die umlaufende Punzierung habe ich z.B. dem Praios-Cover entnommen.

Nun aber zu den Besonderheiten:

Die Shinxir-Standarte

Das Wappen oder Symboltier des Gottes Shinxir (eine Hornisse) wurde auf einen Lederpatch gearbeitet und schließlich als Fahne auf die eigentliche Standarte genäht. Die obere Kante der Fahne wurde mit schwarzem Faden nochmals extra vernäht, so dass der Effekt entsteht, als sei die Fahne direkt an der Standarte selbst befestigt. Das untere Ende ist mit einer vergoldeten Lederborte versehen und kann bei Bedarf auch leicht gewellt oder angehoben werden. Das verstärkt den plastischen Effekt der Shinxir-Fahne.

Die „Holzschäfte“ der Standarte sind nur wenig mit brauner Acrylfarbe koloriert. Im Wesentlichen bleibt die Farbe des Hintergrundes erhalten. Ein wenig Struktur wurde noch mit dem Swivel Knife hineingebracht – das sieht dann etwas mehr nach Holz aus. Die Speerspitze ist mit silberner Acrylfarbe bemalt. Direkt darunter befindet sich noch ein wenig „Band“ an der Standarte, das die Optik etwas auflockert.

Der Innenbereich

Der Innenbereich wurde mit rotem Pannesamt beklebt, so wie das auch bei den Buchcovern geschieht. Einziger Unterschied: da die Ledermappe etwas mehr Stabilität benötigt, wurde die Rückseite des Leders zuvor noch mit dünner Pappe beklebt. Dann knickt das Leder nicht so leicht ein und die Mappe lässt sich besser handhaben.

Wenn die Ledermappe aufgeklappt wird, befinden sich auf der rechten Seite zwei Lederklappen, hinter denen große und kleinere Handouts usw. verstaut werden können. Auf der linken Seite befindet sich eine durchgängige Lederlasche, die im unteren Bereich einen Schlitz aufweist. Hier passt ein DIN A6 Klappblock hinein – dazu wird einfach die Rückwand aus Pappe in den Schlitz gesteckt. Über dem Schlitz befinden sich schließlich noch zwei Halter für zwei mittellange Bleistifte. So hat man alles Wesentliche fürs Spielen beisammen und kann unter der Lasche noch Papiere und weitere Handouts bis zu DIN A4 Größe verstauen.

Herzstück der Mappe ist allerdings der 4er Ringordner in der Mitte. Hier können zahlreiche Folien mit den Charakterinformationen usw. fürs Rollenspiel eingefügt werden. Wer mag, kann natürlich noch eine Pappe als Unterlage einheften, so dass besser auf den eingehefteten Seiten geschrieben werden kann – aber das scheint gar nicht unbedingt notwendig zu sein. Es geht auch sehr gut ohne!

Die Rundheftmechanik ist nicht direkt in der Mitte befestigt, sondern etwas weiter rechtslastig. So wird vermieden, dass die Ledermappe wie ein Ringordner mit quadratischem Rücken aussieht. Das Leder „fällt“ beim Schließen über die Mechanik und die Mappe ist insgesamt etwas runder. Natürlich wird sich mit der Zeit die Heftmechanik ins Leder drücken aber das trägt zum Charakter eines solchen Stückes bei. 

Der Verschlussmechanismus

So eine Ledermappe möchte auch verschlossen werden… Normalerweise würde man so einen Verschluss mittig anlegen oder per Druckknopf schließen, einen Gürtel anlegen oder oder oder…

Das ging hier leider nicht, da der Verschluss sonst die Standarte in der Mitte verdeckt hätte oder den Verschlussmechanismus sogar beschädigt hätte. Daher hier nun ein neuer Verschlussmechanismus, der wirklich sehr gut funktioniert, toll aussieht und auch nicht aufdringlich ist.

Als Verschluss wurde ein kleiner Lederpatch auf der Rückseite der Ledermappe vernäht und mit einer Lochniete versehen. Durch dieses Loch wird eine einfache Lederschnur geführt, an deren Ende sich ein Knoten befindet. So rutscht die Schnur nicht mehr hindurch und befestigt gleichzeitig die Vorder- mit der Rückseite beim Verschließen. Weiterhin wurde ein kleines Lederrundstück auf dem Lederpatch vernietet, so dass die Lederschnüre nun um die Mappe geführt werden kann und an dem Rundstück befestigt wird. So bleibt die Mappe gut verschlossen und kann leicht wieder geöffnet bzw. geschlossen werden.

Fertig! 🙂

Wer ist eigentlich Shinxir?

Nachlesen kann man das z.B. im entsprechenden Wiki-Eintrag. Aber nur ganz kurz ein paar Worte zu diesem Kriegsgott aus dem Das Schwarze Auge (DSA) Universum. Es handelt sich um eine Gottheit der alten Welt. Sein Kult kam wohl mit myranischen Siedlern nach Aventurien und wurde laut Quellen im 3 Jahrhundert v.BF vollständig vernichtet.

Da das Wappentier des Gottes eine Hornisse ist, können davon schon mehrere Eigenschaften des Gottes abgeleitet werden, u.a., auf welche Aspekte des Kampfes hier fokussiert wird. Schwarmtaktik, Nadelstiche und aggressives Vorgehen sind dabei wohl die offensichtlichsten. Spieler werden diese Art von Priestern wohl eher im myranischen Imperium oder im Alten Reich Bosparan spielen können. Auf jeden Fall sind hier spannende Charaktere möglich!

Fazit

Ich bin mit dem Experiment Ledermappe „Shinxir“ sehr zufrieden. Das Design ist robust und funktional, kann für jeden Wunsch oder Gott angepasst werden und das Innenleben ist wandelbar, wie Spielerwünsche nun einmal sind. Wenn du also ebenfalls Interesse an einer solchen oder einer anderen Mappe nach deinen Vorgaben hast, kannst du mich gerne kontaktieren.

Ich wünsche dir noch viel Freude im Lederlabor!

Viele Grüße
Steven

 

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