Money-Clip Lederbörse mit Cthulhu Motiv

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Money-Clip Lederbörse mit Cthulhu Motiv.

Sooo, das Jahr 2017 ist angekommen und im Lederlabor gibt es ein neues Experiment. Seit einiger Zeit bastele ich an einem Prototypen für eine Geldbörse mit Money-Clip. Dieses Design, bei dem die Geldscheine von einer kleinen Klammer festgehalten werden, begegnet einem in Deutschland nicht sehr oft. In Amerika scheint es das häufiger zu geben. Daher war es schon ein mittlerer Akt, überhaupt diese kleinen Klammern zu finden. Es hat aber geklappt, um wenigstens einen Testlauf zu machen – wer suchet, der findet…. 🙂

Warum dieses Clip-Design? Ich punziere gerne Motive auf meine Lederprodukte und da eine Börse mit Money-Clip einige freie Flächen hat, bietet sie sich an, welche unterzubringen anzubringen. Auf die „Minimalist Wallets“ aus dem Lederlabor passen zwar auch Motive aber die sind doch etwas zu klein zum Punzieren. Die Money-Clip Börse ist dafür viel geeigneter.

Als Motiv habe ich wieder etwas aus dem Cthulhu-Mythos gewählt. Why Cthulhu? Weils ich es geil finde. 😉 Andere Motive gehen natürlich auch. Vielleicht habt ihr ja auch noch Ideen?

Geschichten aus der Fertigung…

Der Hauptteil der Money-Clip Börse besteht aus Rindsleder (1,5-2 mm) mit sehr geringer Narbung. Das wirkt sehr edel und zeugt von der Topqualität des Leders. Der Prototyp der Money-Clip Börse ist farblich vielleicht noch nicht ganz ausgegoren – ich habe ihn hier zunächst mit einem Saddle Tan gefärbt – aber es sieht im Ergebnis schon ganz ordentlich aus. Die Farbe „Saddle Tan“ entspricht einem sehr leichten Braun. Hier könnte sicherlich auch eine etwas dunklere Farbe passend sein. Was meinst du?

Die Seitenteile der Lederbörse haben eine kleine Aussparung, damit man die dahinter aufbewahrten Karten besser wieder herausfummeln kann. Pro Seite lassen sich bis zu 6 Karten unterbringen. Das sollte für die meisten von uns reichen. Danach spannt das Ganze etwas. Ich persönlich bevorzuge jedoch nur drei Karten je Seite. Auf die andere Seite kommen dann z.B. noch Visitenkarten. Voilà – alles Wichtige dabei.

Die Karten lassen sich gut hineinschieben und auch wieder herausnehmen. Sie sitzen nicht zu fest, fallen aber auch nicht von alleine heraus. Zunächst hatte ich Befürchtungen, dass der Wulst vom Money-Clip das Herausziehen behindert. Passiert aber nicht. Das geht wunderbar.

Die Seitenapplikationen sind schwarz gefärbt. Das passt zum Punzierten Cthulhu Motiv, da dieses durch eine Resist Technik mit einem Braun-Antik herausgearbeitet wurde. Außerdem bietet das einen schönen Kontrast zum Saddle Tan.

Der Nachtteil dieser Fertigung liegt darin, dass der Kopf nicht nur punziert, sondern auch per Hand ummalt werden muss. Dazu werden die Umrisse des Motivs mit schwarzer Lederfarbe exakt eingefasst. Die Punzierung hilft dabei ein wenig, da sie eine „Wand“ gegen die Farbe bietet – doch wenn man nicht aufpasst oder alles noch zu feucht ist, saugt sich die Farbe in das mühsam herausgearbeitete Motiv. Sehr beliebt sind aber auch klitzekleine Farbspritzer von zurückspringenden Pinselhärchen.

Leder ist teuer. Ich habe mich aber bei diesem Experiment dennoch dazu entschlossen, den Innenbereich mit einem Futter aus rotem Ziegennappa zu versehen. Das sieht nicht nur gut aus, es verleiht der Lederbörse auch eine schöne Haptik. Außerdem sind die Scheine dann schön gepolstert. 😉

Die Börse ist groß genug für alle Arten von Euro Scheinen – ich habe es aber noch nicht getestet. Wie man im Bild sehen kann, nehmen die kleinen Scheine nicht viel Platz weg und wer mag, kann hier sicherlich auch seine großen Scheine unterbringen. Platzreserven sind vorhanden. 😉

Generell finde ich ein Lederfutter schöner, als etwa Stoff oder Panésamt usw.. Allerdings merkt man das dann auch beim Endpreis. Bei diesem Experiment fällt das vielleicht nicht so auf, aber bei größeren Projekten wie z.B. Ledercovern, kann schon mal schnell eine ganze Ziegenhaut verbraucht werden. Das hat natürlich Auswirkungen auf den Preis. Hier jedoch Samt als Futter zu verwenden erschien mir unpassend.

In der Galerie für die Ledermappen befindet sich z.B. das Stück „Kreis der Elemente„. Für diese Arbeit wurde für das Innenfutter fast eine ganze Ziegenhaut verarbeitet. Aus Stil und Qualitätsgründen kann ich ein Lederfutter nur empfehlen – wenn die Kasse es erlaubt! 😉

Das Ganze Projekt wurde schließlich noch mit braunem Faden per Sattlernaht vernäht.

Ausblick

Die Cthulhu Money-Clip Lederbörse ist ein Prototyp. Farbe, Form und Motiv können sich durchaus noch ändern. Vielleicht fertige ich noch ein paar weitere Varianten.

Mich würde aber auch interessieren, was du gerne auf so einer Lederbörse hättest. Sind die Farben so okay oder wären dir andere lieber? Welche Motive wären noch gut (nur dran denken: sie dürfen nicht zu klein und filigran sein)? Ich freue mich auf deine Anregungen.

Viele Grüße und ein schönes Jahr 2017!
Steven

 

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