Vulture VR-Mark 1 Steampunk Respirator aus Leder

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Vulture VR-Mark 1 Steampunk Respirator aus Leder.

Ein neues Steampunk Lederprojekt ist fertig gestellt: der Vulture VR-Mark 1 Respirator. Dieses Projekt hat immensen Spaß gemacht, nicht zuletzt, weil eine Menge kreative Energie hineingeflossen ist.

Ich habe hierbei zum ersten Mal Metallteile selbst gefertigt und verbaut. Ein Arbeitskollege hat mir gezeigt, wie ich Messingblech bearbeiten kann, ohne dass man sich beim Bearbeiten oder späteren Tragen daran verletzt: Danke Alex! 🙂 Der Trick besteht u.a. darin a) Bohrköpfe so anzuschleifen, dass damit im Blech Löcher gebohrt werden können (für die Nieten), ohne dass sich der Bohrer festfrisst und so evtl. das Metallstück herumschleudert und b) die Kanten der Bleche entgratet und abgerundet werden müssen. Macht man das nicht, kann man sich an den Kanten übel verletzen.

Der Respirator ist aus 2.4 mm vegetabil gegerbtem Rindsleder gefertigt und wurde schwarz gefärbt. Für einen schönen Kontrast habe ich weißen Faden verwendet. Viel Zeit habe ich in die Planung des Modells investiert. Aus Papier habe ich drei Teile gefertigt: das Mittelstück und die beiden Seitenteile. Dabei hat mich am meisten herausgefordert, dass die spätere Krümmung um die Nasenspitze herum gut gelingt. Das hat etwas gedauert aber nun habe ich ein tolles Modell – so dass Mark 2 und Mark 3 vielleicht auch noch kommen. 😀

Eine Atemmaske (Respirator) benötigt eine Luftquelle. Diese simuliere ich über eine leere CO2-Kartusche, auf die der Gummischlauch aus meinem alten Chemiebaukasten perfekt passt. Damit der Schlauch nicht einfach so willenlos irgendwo hineinläuft, habe ich eine Einlassöffnung auf der rechten Maskenseite angebracht und mit einem Messingstück verziert. Auf der linken Seite befindet sich ein rundes Metallteil, das ein Überdruckventil darstellt. Ich glaube es stammt von einer Gardinenstangenhalterung. In der Mitte habe ich drei Messinghohlnieten angebracht, damit man in der Maske auch tatsächlich Luft bekommt! 🙂

Auf dem Mittelstück findet sich ein schnabelartiges Metallstück aus Messingblech. Daher auch der Name Vulture (englisch für Geier). Der Respirator hat für mich irgendwie etwas Vogelartiges. Und zum „dreckigen“ Steampunk passt der Geier irgendwie besser als z.B. der saubere und edle Adler. 😀 Das Nasenstück verleiht der Maske Stabilität und formt auch die individuelle Nasenform ab. So sitzt der Respirator sehr bequem auf dem Gesicht.

Die beiden Lederflügel an den Seiten sorgen für hohen Tragekomfort und lassen sich selbst bei etwas breiteren Gesichtern noch etwas auseinanderziehen. An ihnen habe ich eine Halterung mit einem großen D-Ring angebracht, an dem die zwei Lederriemen sitzen, mit der die Maske am Kopf befestigt werden kann.

Wenn du magst was du siehst, dann lass mir gerne einen Kommentar da, teile oder like meine Seite auf Facebook. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Inspirationen (und Bauteilen) und freue mich auf den Austausch mit dir! Lieben Dank!

Viele Grüße
Steven

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